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gr17
1:0

So, 28. Apr 2013

Araneae Blog from Powerbootcamp!
League of Legend

 

We came back after 1 study week to Alternate Gaming House to bootcamp for 1 more week before the LCS qualifier.

 

Days are awesome here! I am always the one who wakes up first and who wakes up the rest of the team. We take early shower and start the theory watching Asians VODs. Also we play some SoloQueues to test champs.

 

At afternoon we almost always have a schedule done for scriming against other top teams and all the scrims are going quite well, winning a lot of em.

 

Hope LCS goes in the same way! GoGo Alternate!

 

 

 

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So, 19. Aug 2012

Johnson: Interpretation des DBG-Finales
Racing

Das letzte Wochenende war eine sehr enttäuschende Erfahrung. Durch mein gutes Training, auch in FIFA und Halo, ging ich mit einem guten Gefühl in das Turnier (Deutschlands Bester Gamer). Von allen Seiten wurde ich als Favorit für das Turnier gehandelt. Dementsprechend war mein Selbstvertrauen hoch. Auch die Tatsachen, dass ich auf solch großen Offline-Events immer meine Bestleistungen bringe und mich von dem Erfolgsdruck nicht negativ beeinflussen lasse, sprachen für mich.

Das erste Halbfinale gegen Copkillar777 war dabei noch am gewöhnlichsten. Ich konnte dieses Match locker mit 3:0 für mich entscheiden. Aber auch hier konnte man bereits sehen, dass an diesem Tag etwas verhext ist. Da einige von euch mit Need For Speed:World sicherlich nicht so vertraut sind, muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass man den Verkehr nicht ausschalten kann. Daher hat jedes Rennen eine nicht zu verachtende Glückskomponente. In einigen Situation erscheint jener Verkehr an Stellen, die es dem Fahrer unmöglich machen, auszuweichen. Weiterhin ist der Netzwerkcode so schlecht, dass beide Spieler teilweise unterschiedliche Autos auf der Strecke sehen. Hierbei kann es dazu kommen, dass Spieler A einen bestimmten Van nicht sieht, den Spieler B allerdings auf dem Schirm hat. Fährt Spieler A nun auf der Linie des Vans, wird dieser für Spieler B zu einem unberechenbaren Geschoss (Wer sich an die Autobahnszene aus Bad Boys 2 erinnert, weiß, was ich meine). Spieler A kann dabei seelenruhig weiterfahren, während Spieler B kämpfen muss.
Jedenfalls hing ich bereits im Halbfinale an vielen Autos fest. Letztlich hat es trotzdem zu einem lockeren 3:0 gereicht, da mein Gegner einige Fehler einbaute und sicherlich auch an dem ein oder anderen Auto hängen blieb. Das zweite Halbfinale konnte Montrey ebenfalls mit einem lockeren 3:0 gegen Calabria für sich entscheiden.

Direkt im Anschluss fand das Finale statt. Das erste Rennen lief sehr gut. Komischerweise hatten wir beide auch kaum mit dem Verkehr zu kämpfen. Im zweiten Rennen nahm das Unheil dann seinen Lauf. Hier machte ich meinen einzigen Fehler, indem ich den Start vergeigte und 2 Sekunden zurücklag. Im Laufe des Rennens konnte ich immer wieder aufschließen und wurde darauffolgend vom Verkehr ausgebremst. Am Ende des Rennens fuhr ich ca. 0.1 Sekunden hinter ihm ins Ziel. Diese Niederlage konnte man noch als normal bezeichnen, da ein wenig Pech in diesem Spiel relativ häufig ist und ich ja auch einen kleinen Fehler einbaute. Das dritte Rennen schoss den Vogel dann aber völlig ab. Ich traf den Start perfekt und war trotzdem hinter ihm, was auch nur am Netzwerkcode liegt, weil es bei der Startphase nur "perfekt" oder "vergeigt" gibt. Den Geschossen konnte ich halbwegs ausweichen. Es folgte die wohl bezeichnendste Szene. Mein Kontrahent rammte 2 Autos und überschlug sich fast. Generell bedeutet dies die Niederlage. Jedoch kam ich von hinten, rammte eines dieser beiden Autos und fuhr ihm im Folgenden hinten rein und katapultierte ihn nach vorne, während ich auf ca. 50 km/h runtergebremst wurde und der Abstand somit auf eine uneinholbare Zahl wuchs. Ich lag nun 2:1 hinten und musste die beiden nächsten gewinnen, um das Need For Speed - Turnier zu gewinnen und in das große Finale mit dem Halo- und FIFA- Sieger einzuziehen. Auch im vierten Rennen lag ich am Start hinter ihm. Es waren 2 sehr spannende Runden bis zur entscheidenen Szene. Wir beide fuhren eine Kurve an, welche im Ausgang in eine Abkürzung mündet. Kurz vor der Einfahrt tauchte dann mal wieder ein Auto auf, welche meinte, sich einmischen zu müssen. Montrey konnte sich knapp vorbeidrängeln. Auf meinem Bildschirm touchierte er den Wagen leicht, was diesen ins Straucheln brauchte und mich letztlich in eine Kante manövrierte. Das Rennen war vorbei, ich durfte die letzte Runde noch mit 15 Sekunden Rückstand beenden und verlor mit 3:1.

Am nächsten Tag folgte das große Finale. Der Need For Speed-Sieger musste gegen den FIFA-Sieger Halo spielen sowie gegen den Halo-Sieger FIFA. Letztlich musste der FIFA-Sieger gegen den Halo-Sieger in NFS ran. Was ich an diesem Tag in dem Finale zu sehen bekommen habe, ernüchterte mich nun völlig. Die Spieler haben sich so gut wie überhaupt nicht auf die Finalspiele vorbereitet. In Halo wurde 10 Mal daneben geschossen, in FIFA nur nach vorne gebolzt und in NFS waren die Strecken nicht bekannt. Dies war für mich nun doppelt bitter, da ich mich sehr gut auf diese Spiele vorbereitet habe und nun mit ansehen musste, wie amateurhaft mit dieser Chance umgegangen wurde. Letztlich hat mein Kumpel Kai "deto" Wollin von Team-Acer gewonnen, dem ich an diesem Tag im Vorfeld noch gute Tipps für NfS und Halo gegeben habe.

Trotzdem natürlich einen Glückwunsch an die Gewinner. Die schönste Frisur hatte übrigens der Halo-Spieler "Anima". ;)

Do, 26. Jul 2012

Racing DSDS oder: Nachruf an eine gute Idee
Racing

Die GT Academy 2012 sollte das bisher größte Castingevent seiner Art im elektronischen Sport werden, doch scheint es, als hätte sie ihr ureigenes Ziel beim Streben nach Geltung und Aufmerksamkeit verraten. Doch möchte ich zunächst am Anfang beginnen, denn das Event hatte ja durchaus auch seine guten Seiten. Begonnen wurde mit einer eigens für die Qualifikation geschaffenen Gamingversion von Gran Turismo, welche sich jeder Spieler auf der Welt laden konnte und somit unter den möglichen Kandidaten war. Aus meinem Team schafften es sogleich vier Spieler auf das Turnier.

 

 

1. Anreise
Schon bei der Anreise jedoch zeigte sich die fehlende Erfahrung der Ausrichter. Statt eine Anreise am Freitagabend inklusive Übernachtung anzubieten, um entsprechend früh in den Samstag starten zu können, verschob sich der Zeitplan durch die Anreise am Samstag gehörig nach hinten. Dies führte natürlich dazu, dass Spieler von weiter weg übermüdet und von der Fahrt gestresst direkt an die Konsole mussten, was ihre Leistung nicht gesteigert haben dürfte.

 


2. Spielen Samstag
Das Spielen am Samstag begann mit gehöriger Verspätung im Ring Werk der neuerdings insolventen Nürburgring GmbH. Dabei schaffte es der Veranstalter nicht, mehr als sechs Racingseats mit Lenkrädern für die insgesamt 32 Teilnehmer bereitzustellen, weswegen 90% der Zeit vor Ort mit warten verbracht wurde.

 

Gefahren wurden drei Rennen in jeweils 5er und 6er Gruppen, wobei entsprechend der Plätze Punkte vergeben wurden. Grundsätzlich handelte es sich hierbei um eine gute Idee, leider wurden hier schon die Gruppeneinteilungen willkürlich und intransparent vorgenommen, weswegen die Gruppen sehr unausgewogen waren. Hinzu kam, dass man sein erstes Rennen exakt gegen sein direktes Umfeld aus der Onlinequalifikation fahren musste, obwohl angeblich alle Gruppen gelost waren. Vor dem ersten Rennen durften sich alle Teilnehmer ganze ZWEI Runden auf dem Twin Ring Montegi „warmfahren“, bevor sie, wohlgemerkt auf völlig anderer Strecke, in das erste Qualifying + Rennen starten sollten. Die Dauer des Qualifyings und des Rennens wurde, in Anbetracht der hausgemachten Zeitprobleme, mit einer bzw. zwei Runden sehr kurz gehalten, was nach Ansicht der Admins dazu führen sollte, dass sich alle Spieler fair verhalten, da es ja nur sehr kurze Rennen sind.

 

Das jeder Spieler mit schlechter Zeit dabei maximal zwei Chancen auf ein überraschendes Manöver in der ersten Kurve hat, wurde bei diesem Plan leider nicht bedacht, weswegen vom ersten Rennen an munter reingehalten wurde und die entsprechende Ausschussmenge am Ende eines Rennens sehr hoch war. Das wohl eher schwache Mittel der Zeitstrafe hielt ebenfalls keinen Spieler davon ab, sein Glück auch an der einen oder anderen Stelle überzustrapazieren. Dabei war es ebenfalls nicht besonders hilfreich, dass der Co-Ausrichter für den Gaming Part, die Playstation Liga, ihre besten Battlefield 3 Admins zur Bewertung von Abläufen im Racingbereich abgestellt hatte. Grundprinzipien des Racings wie „only 1 linechange“, „door by door“ und „leave space“ waren leider nicht bekannt, weswegen die Entscheidungen mehr nach Bauchgefühl und Gutdünken getroffen wurden. Letzten Endes überlebten zumindest 3 von 4 ALTERNATE Spielern den Samstag und bekamen die Chance, am Sonntag noch einmal teilzunehmen.

 

3. Spielen Sonntag

Begonnen wurde am Sonntag ebenfalls mit Spielen, wobei es wieder drei willkürlich erstellte Gruppen gab. Diesmal gingen die Admins noch einen Schritt weiter und ließen eine Strecke fahren, die mit einer Rundenzeit von einer Minute und acht Sekunden nicht gerade sehr lang war. Clou an der Sache war, dass nunmehr nur noch eine Runde Rennen gefahren werden sollte und das Event ohne Einfahren begann. Hiervon versprach man sich einerseits einen schnellen Ablauf, andererseits verwies man wiederum auf das „bewährte“ Prinzip des „Wenn wir nur eine Runde fahren, kämpfen die Fahrer sicher nicht so“. Genau so kam es dann auch eben nicht, in allen drei Rennen beschwerten sich mindestens zwei der sechs Fahrer darüber, von ihrem Hinter- oder Nebenmann einen auf die Ecke bekommen zu haben und deswegen keine Chance gehabt zu haben.

 

Nach diesem Desaster reagierte die Rennleitung abgeklärt und erhöhte die Anzahl der Runden auf ganze zwei für die Hoffnungsläufe und drei für das A Finale, um dem Ganzen doch den Hauch von Fairness zu geben. Mehrfache Wünsche der Spieler nach mehr Runden wurden jedoch mit erneutem Verweis auf die Zeit abgelehnt. Mit viel Ellenbogen schafften es zwei unserer Spieler auf Platz sechs bzw. neun, Patohm musste sich leider mit Platz 13-18 zufriedengeben.

 


4. Testgelände
Weiter ging es vom Ring Werk an ein zwischen Dunlopkehre und Schumacher-S gelegenes Testgelände, wo drei Nissan 370Z auf ihre Fahrer warteten. Nach kurzer Instruktion hatten dann alle Fahrer zwei Runden plus Einrollrunde, um auf einem abgesteckten Parcours eine Zeit zu setzen. Die hierbei erzielte Zeit sollte aus Gründen der Spannung jedoch nicht verraten werden. Nach dem Fahren musste sich jeder Spieler bei einer simulierten Pressekonferenz den Fragen der Reporter, sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch, stellen. Abschließend wurde ein aus vier Abschnitten bestehender Fitnesstest abgehalten, bei welchem die für den Rennsport grundlegenden Fitnesskenntnisse überprüft werden sollten. Abgeschlossen wurde das Event mit einer Siegerehrung, bei der unser Spieler Patohm unter den Gewinnern war. Zwei unserer Fahrer befanden sich nicht unter den Top 12, welche vom Veranstalter mitnichten mit absteigender Punktzahl, sondern laut eigener Aussage völlig ungeordnet, vorgelesen wurden.

 

Auf spätere Nachfrage der nicht qualifizierten Spieler wurde der Laptop schnell zugeklappt und darauf verwiesen, dass Ergebnisse den Spielern leider nicht zugänglich gemacht werden könnten. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Auch der Kommentar eines bereits mehrfachen Teilnehmers „Gewöhnt euch dran, das geht hier eher nach Gefallen“ sorgte nicht gerade für Vertrauen bei den Ausgeschiedenen. So blieb entsprechend zwei unserer Fahrer nur der Heimweg mit einem schlechten Gefühl.

 


5. Kritikpunkte
Zunächst ist, wie oben bereits angemerkt, die katastrophale Planung des Spielens am Samstag wie Sonntag anzumerken. Ein wenig mehr Arbeit im Vorfeld hätte den Spielern hier viel Leid erspart und dem Ablauf gutgetan. Hinzu kommt, dass es hier bereits bei der Gruppeneinteilung stark an der Transparenz mangelte und bei der für die Einteilung vom Veranstalter benötigten Zeit, eine für alle offene Ziehung der Gruppen wohl der wesentlich bessere Weg gewesen wäre.


Nachfragen unerwünscht! So oder so ähnlich könnte man das Verhalten der Admins werten, sobald Punkte des Ablaufs kritisch hinterfragt wurden, egal ob diese mit oder ohne konstruktiven Änderungsvorschlägen gespickt waren. Bei der Nachfrage, wieso die Gruppen nicht öffentlich gezogen wurden hieß es nur „geht nicht“. Fragen zur Rundenzahl etc. wurden durchweg mit „Zeitmangel“ begründet. Ebenfalls kritisch zu sehen war das Punktesystem. Die unausgewogene Verteilung ermöglichte es bereits, mit dem Gewinn des Spielens quasi sicher im Flieger nach Silverstone zu sitzen, während der Wertungspunkt Sport quasi wertlos war, da die Spieler nicht nach Positionen bewertet wurden, sondern nach dem Verhältnis ihrer Leistung zu einem festgesetzten Benchmarkwert. Entsprechend erhielt Spieler A mit 50 Liegestützen auf Platz 1 beim Benchmark von 80 5/8 der Maximalpunktzahl. Spieler B mit 48 erhielt 4,8/8 der Punktzahl, was umgerechnet einen wesentlich geringeren Punktabstand ergab, als hätte man diese, wie im Übrigen bei allen anderen Teilen des Events, nach ihrer Platzierung bewertet. Ferner wurde das Punktesystem in seiner Gesamtheit bei einer Wertung von 35% Gaming (welches 1,5 Tage ging), 35% richtigem Fahren (was nur 5 Minuten ging) und jeweils nur 15% Sport (als Rennfahrer gaaar nicht essenziell) bzw. Presse nicht dem gerecht, was für die Suche nach einem Nachwuchsrennfahrer angebracht wäre. Da dies zum Marketingkonzept gehört, halte ich den Punkt zumindest mit Einschränkungen für hinnehmbar.

 


Wäre die Veranstaltung ein Staat, könnte man ihn ob seiner Transparenz ungefähr mit einem autokratischen Staat des frühen Mittelalters vergleichen. Nach dem Gaming Part, bei welchem sich die Spieler ihre Ergebnisse noch selbst zusammenreimen konnten, weswegen diese auch wohl angeschlagen waren, wurden die Ergebnisse der anderen drei Tests komplett hinter dem Berg gehalten. Bei der schnellsten Runde im Zeitfahren ließ sich zumindest der Name des Schnellsten ermitteln, mehr war leider nicht drin. Sport und Presse blieben damit quasi Grauzone und ließen viel Raum für Spekulationen. Ihr vormalig genutztes Argument, der Aufrechterhaltung der Spannung, konnte nach dem Turnier, wo es, wie oben bereits erwähnt, ebenfalls unmöglich war die Ergebnisse einzusehen, wohl keines mehr sein. Im Vorjahr war die Herausgabe der Ergebnisse komischerweise noch möglich.


Bemerkenswert dabei ist, dass die Coverage im Vorjahr nicht ansatzweise dem entsprach, was dieses Jahr geboten wurde. War im Vorjahr noch eine kleine Autosendung zuständig, findet dieses Jahr eine Übertragung des Events in der Vorberichterstattung zu fünf Formel 1 Rennen á 15 Minuten bei RTL statt. Die Kölner Casting Experten, welche von Beginn an das Turnier begleiteten und dabei gezielt nach den vorher ausgefüllten Profilen Spieler raussuchten und begleiteten. Erstaunlich war umso mehr, dass überdurchschnittlich viele der begleiteten Spieler sich trotz eher mittelmäßiger Leistungen vor allem im Fahren und Sport unter den Top 12 wiederfanden und selbst z.T. reichlich verwirrt über ihr Abschneiden wirkten. In Verbindung mit den nicht einsehbaren Ergebnissen hinterlässt dies bei den Ausgeschiedenen diplomatisch gesagt ein Geschmäckle, da bei der Auswahl der Kandidaten für Silverstone augenscheinlich mehr auf Diversität der Charaktäre für eine spätere Backroundcoverage als auf die eigentliche Leistung geachtet wurde. Als ausgeschiedener Spieler stellt man sich entsprechend die Frage: Ist das noch meine Leistung oder bin ich schon gescripted?

 

Der Blog wurde geschrieben von Niklas 'Sliver' Timmermann

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